zwei

ZWEI | Marie

Die ersten 48 Stunden („The First 48“ sagen die Amis …) sind bei der Aufklärung eines Kapitalverbrechens am wichtigsten. Deshalb bin ich auch gleich, nachdem der Sack zu war, in mein wohl verdientes Wochenende gegangen. Stress kann tödlich sein und da steh‘ ich mir selbst doch deutlich näher, als so ein versoffener Typ, der nun ausgerechnet in meiner Stammkneipe sterben muss.
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Borgfeld

ÖPNV – Schräger als Fiktion

Stress beim Einstieg. Die Einzelplätze auf der rechten Seite sind beliebt. Niemand kann sich neben dich setzen, dir auf die Pelle rücken. Keiner, den du bitten musst, dich an der Haltestelle rauszulassen. Hinsetzen, Smartphone raus auf 3.
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An der Bar

EINS | Kommt ein Typ in ’ne Bar …

Tür geht auf, Typ kommt rein. Alter, denk‘ ich so zu mir, Alter, sieht der alt aus. Schlurft zur Bar. Sein linker Schnürsenkel ist offen. „Äh, Meister …“, sag ich noch, da latscht er mit seinem rechten Fuß auf den Senkel und es fegt ihn vom Stengel. In Zeitlupe fällt er nach vorne, wie ein Baum. Oh, denk ich noch, schon schlägt sein Gebiss auf die Stahlkante der Theke und seine Schneidezähne zerbröseln. Ekeliges Geräusch. Von ihm kein Mucks. Er rutscht ganz langsam runter wie Spucke an der Fensterscheibe. Karl glotzt. Erst dahin, wo eben noch der Typ stand, dann rüber zu mir. Er zieht die Schultern hoch. „Ruf’n Arzt“, sag ich.
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